Im Dezember 2019 wurde uns bei einer Informationsveranstaltung erstmals das Konzept vorgestellt. Dabei waren die Garagenzufahrten noch über die Breitenleer Straße und den Rautenweg vorgesehen.

Bildquelle: BI Quartier Am Rain, Eigene Fotografie des Plakates; 12/2019
Bei der Online Infoveranstaltung am 14.09.2021 war dann zu ersten Mal die Rede von den Garagenzufahrten über “Am Rain” und den Rautenweg (rote Hinweiskreise im nachfolgenden Bild).

Bildquelle: https://www.wien.gv.at/pdf/ma21/am-rain-online-infostunde-september2021.pdf; 03/2025
Dabei bleibt durch einen Planungsfehler der Fußgängerverkehr in “Am Rain” zum Bus 85A völlig unberücksichtigt !

Bildquelle: https://www.wien.gv.at/pdf/ma21/am-rain-online-infostunde-september2021.pdf; 03/2025
„Quartiere bilden die Drehscheibe für das soziale Miteinander einer Stadt. Mit der bauplatzübergreifenden Quartiersentwicklung ‚Am Rain‘ wurde die Lebensqualität der Bewohner*innen einmal mehr in den Mittelpunkt gerückt.“ Originalzitat von Kathrin Gaál (Vizebürgermeisterin, Wohnbau- und Frauenstadträtin) aus der Bröschüre des Wohnfonds_Wien / Qualitätsbeirat Am Rain.
Quelle: https://www.wohnfonds.wien.at/media/Website%20PDF-INFO%20Downloads/Neubau/QSB/Brosch%C3%BCren_QSB/2023_qsb_am_rain.pdf, 03/2025
“Da eine nachhaltige Quartiersentwicklung weit über die Realisierung von qualitätsvollem Wohnbau hinausgeht, braucht es für das Zusammenspiel von Bebauung und Freiraum eine Abstimmung der unterschiedlichen Wohnprojekte aufeinander und deren Einbindung in den Gesamtkontext des Areals und der Nachbarschaft. Der Qualitätsbeirat hat hier die Aufgabe, die geförderten sowie auch die freifinanzierten Projekte zu begleiten und zu bewerten und beim Dialog zwischen allen Beteiligten zu unterstützen.”
“Weiters übernimmt er die bauplatzübergreifende Qualitätssicherung für das gesamte Stadtquartier. Ziel dieses Prozesses ist es, die Errichtung eines qualitativ hochwertigen Wohn-und Lebensraums sicherzustellen. Jede planerische und bauliche Entscheidung hat Auswirkungen auf die direkte Umgebung sowie auf die gesamte Struktur. Ziel war eine umfassende Abstimmung aller baulichen und organisatorischen Maßnahmen (das Quartier selbst sowie die relevante Umgebung betreffend), um eine zusammenhängende Struktur im städtebaulichen, architektonischen, funktionalen und sozialen Sinn zu schaffen.“
Dieses Ziel ist leider mit den durchgeführten Planungen katastrophal verfehlt worden. Die bauplatzübergreifende Quartiersentwicklung „Am Rain“ betrifft den Häuserblock „Breitenleer Straße / Ziegelhofstraße / Rautenweg“!! Die geplante Ausfahrt der Tiefgarage liegt nun in der Mitte des Quartiers neben dem geplantem Kinderspielplatz und am direkten Fußweg zur Busstation 85A in Richtung U2 Hausfeldstraße und Bildungscampus Berresgasse !

Bildquelle: https://www.wien.gv.at/pdf/ma21/am-rain-staedtebauliches-konzept.pdf, 12/2025, ergänzt

Bildquelle: https://www.wohnfonds.wien.at/media/Website%20PDF-INFO%20Downloads/Neubau/QSB/Brosch%C3%BCren_QSB/2023_qsb_am_rain.pdf; 03/2025
Das Verkehrskonzept von Rosinak & Partner sieht eine Durchwegung des Quartiers “Am Rain” mit Rad- und Fußwegen vor (violette Linien im nachfolgenden Bild). Dadurch ergibt sich ein enormes Sicherheitsrisiko durch die mit Schwung über die Rampe hochfahrenden KFZ für Fußgänger und Radfahrer. Vor allem auch für die Kinder auf dem Schulweg zum 85A in Richtung Campus Berresgasse !!

Bildquelle: https://www.wien.gv.at/pdf/ma21/am-rain-verkehrskonzept.pdf, 03/2025; ergänzt
In der Tiefgarage zum Baufeld Süd sind 231 Stellplätze in Planung, dadurch kommt es laut Verkerhrskonzept von Rosinak & Partner zu ca. 500 Ein- und Ausfahrten täglich. Davon entfällt ein Großteil auf die Morgen- und Abendspitze, genau dann wenn auch mit erhöhtem Fussgeherverkehr zum 85A zu rechnen ist!
Der zu diesem Projekt zugehörige Flächenwidmingsplan wurde am 22.06.2022 im Wiener Gemeinderat beschlossen. Laut Textbeilage zu Plandokument 8327 wurde festgehalten:
2.5. Für die Ausgestaltung der Verkehrsfläche Am Rain und des Fußweges (FW) Code 09297 wird bestimmt: Entlang der nördlichen Baulinie ist ein Gehsteig mit einer Breite von mindestens 2,5 m herzustellen. Die Genehmigung der Neuplanung der Verkehrsfläche Am Rain durch die MA28 am 12.04.2024 widerspricht in diesem Punkt dem Flächenwidmungsplan!

Bildquelle: BI Quartier Am Rain, eigene Aufnahme von vorgelegten Dokumenten bei der Bauverhandlung; 12/2024
Laut Planungsvorgaben der Stadt Wien, MA28 (laut Homepage) bedeuten zu schmale Gehsteige ein ständiges Ausweichen oder erzwungene Umwege. Daher hat sich die Stadt Wien zum Ziel gesetzt, Gehsteige im Zuge von Neu- und Umbauten von Straßen nach Möglichkeit mindestens 2 Meter breit zu bauen. Diese Breite ermöglicht es Menschen, die sich am Gehsteig begegnen, ohne Ausweichen aneinander vorbeizukommen.
Nach Einspruch bei der Bauverhandlung am 19.12.2024 hat die MA28 eine Umplanung vorgenommen. Originalzitat: “Um dem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan nicht zu widersprechen, werden wir unsere (Straßendetail-)Planungen des Gehsteigs am Rain noch einmal anpassen und den nördlichen Gehsteig dementsprechend auf 2,50m umplanenbzw. diesen dann baulich so herstellen. Auf der Südseite gibt es damit dann offiziell keinen Gehsteig, sondern nur einen liegenden Saum (liegender Randstein), welcher ein Metervon der Baulinie entfernt liegen wird. Die reine Fahrbahnbreite beträgt damit dann 4,50m. Der liegende Saum kann bei Bedarf überfahren werden.Diese Lösung wurde nun so, gemeinsam mit der MA 46-Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegen-heiten sowie dem ausführenden Ziviltechnikerbüro (Rosinak & Partner) vereinbart.”
Quelle: Schreiben MA28 –329932-2025-2; 03/2025

Bildquelle: https://www.wien.gv.at/ma08/flaechenwidmung/2022/PD_8327.pdf; 03/2025
Damit stehen die Anrainer der Häuser Am Rain 2/1-2 und Am Rain 4/1-3 direkt vor Ihrem Gartentor auf der Fahrbahn ! Ein Lokalaugenschein zeigt, dass bei einer Gehsteigbreite von geplanten 2,5m nördlich und eines erforderlichen Gehsteiges von 1,5m südlich kein Platz für Gegenverkehr bleibt. Ein Überfahren des liegenden Saumes ist bei Gegenverkehr vorprogrammiert ! Das ist ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Anrainer der Reihenhäuser Am Rain 2 und 4, welche bei Bewilligung der Straße durch die MA28 zwar schon gebaut waren, aber auf den zugrunde liegenden Plänen nicht eingezeichnet (Siehe Straßenplan der MA28)!!!

Bildquelle: BI Am Rain, Eigene Aufnahme; 01/2025
Die Verkehrsfläche Am Rain ist einfach zu schmal für eine Garagenzufahrt mit 231 Stellplätzen und prognostizierten 500 Fahrten täglich!
Eine alternative Zufahrt zur Garage über die Breitenleer Straße ließe sich einfach mit einer zusätzlichen Ampelanlage an der Stelle der ehemaligen Einfahrt zur Gärtnerei Kölbl lösen. Damit könnte die Vision der Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál tatsächlich Realität werden: „Mit der bauplatzübergreifenden Quartiersentwicklung ‚Am Rain‘ wurde die Lebensqualität der Bewohner*innen einmal mehr in den Mittelpunkt gerückt.“

Bildquelle: https://www.wien.gv.at/pdf/ma21/am-rain-staedtebauliches-konzept.pdf, 12/2025, ergänzt